Wahlärztin für alle Kassen
Das Herz ist der Motor unseres Lebens. Es befindet sich in der Mitte des Brustkorbs, ist etwa faustgroß und wiegt ca. 260g (bei Frauen) bzw. ca. 300g (bei Männern). Das Herz wird durch die Herzscheidewände in zwei Hälften geteilt. Jede Hälfte besteht aus zwei Kammern, dem Vorhof und der Hauptkammer. Die Vorhöfe dienen als Sammelstelle für das Blut, das aus dem Körper zurück zum Herzen fließt. Von den Vorhöfen fließt das Blut in die Hauptkammern, die als Pumpstation in unserem Herz-Kreislauf-System dienen und die Gefäße (Arterien, Venen, Kapillaren) mit Blut versorgen. Arterien führen vom Herz weg, Venen führen zum Herzen hin. In den feinen Kapillaren zwischen Arterien und Venen findet der Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen in die Organe und Gewebe statt.

Der Internist
ist ein Facharzt für innere Medizin. Das ist die Medizin insbesondere der Atmungsorgane, des
Herzens und Kreislaufs, der Verdauungsorgane, der Nieren und ableitenden Harnwege, des Blutes
und der blutbildenden Organe, des Gefäßsystems, des Stoffwechsels und der hormonellen Drüsen,
des Immunsystems, des Stütz- und Bewegungsapparates, der Infektionskrankheiten, der Vergiftungen,
der Tumore und der bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems.
Der Kardiologe
ist ein Internist, dessen Schwerpunkt das Herz, die großen Blutgefässe im Brust- und
Bauchbereich und meistens auch die Lunge ist. Angina pectoris, Herzinfarkt, Bluthochdruck,
Luftnot, Rhythmusstörungen u.a.m. sind die klassischen Felder, auf denen die Kardiologen ihre Patienten behandeln.
Fehlernährung und Bewegungsmangel als Ursache von Übergewicht, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen sind ebenso wie der Nikotinkonsum DIE KRANKMACHER UNSERER GESELLSCHAFT und sind somit verantwortlich für den oft frühzeitigen Tod. Sie führen über eine Schädigung unserer Blutgefäße durch Arteriosklerose u.a. zu Herzinfarkt und Schlaganfall.
Dabei nimmt das Risiko für eine solche Erkrankung umso mehr zu, je mehr Risikofaktoren ein Mensch auf sich vereinigt und je länger er diesen ausgesetzt ist. Erschreckend ist die Anzahl an übergewichtigen Jugendlichen und Kindern mit Diabetes und Bluthochdruck, die schon in jungen Jahren gefährdet sind.
Später tragen Zeitdruck und Stress am Arbeitsplatz mit zur Erhöhung des Krankheitsrisikos bei und es wird oft die Gesundheitsvorsorge vergessen. Jeder kennt einen Freund, Arbeitskollegen oder Verwandten mit plötzlichem Herztod oder überlebtem Herzinfarkt.
Kardiologen machen leider häufig die Erfahrung, erst dann gefragt zu werden, wenn es bereits zu spät ist. Ein Herzinfarkt hinterlässt meist schwere seelische Spuren, ganz zu schweigen von körperlicher Beeinträchtigung durch Herzschwäche, Rhythmusstörungen oder den Nebenwirkungen einer dann unverzichtbaren medikamentösen Behandlung.
Es ist daher empfehlenswert, frühzeitig durch Vorsorge in den Krankheitsprozess einzugreifen und für Risikopatienten die richtige Strategie im Hinblick auf eine Minderung des Herz-Kreislauf-Risikos zu erarbeiten. Voraussetzung hierfür sind zunächst eine Analyse des individuellen Risikos und eine sorgfältige kardiologische Untersuchung. Anschließend kann über Ernährungsberatung, Raucherentwöhnung und Anleitung zur richtigen körperlichen Bewegung die Voraussetzung für eine langfristige Gesundheit geschaffen werden.